Allgemeine Informationen
Therapieprozess
Für die von der Krankenkasse finanzierten Therapieverfahren in meiner Praxis besteht die Verpflichtung, vor der eigentlichen Therapie ein bis drei Erstgespräche durchzuführen. Dies dient der Abklärung, ob eine sogenannte "psychische Störung von Krankheitswert" vorliegt. Dies ist eine Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Am Ende bekommen Sie einen Aufklärungsbogen mit ausführlicheren Informationen. Neben einer Therapie bei mir ist auch denkbar, das andere Maßnahmen empfohlen werden, wie stationäre Behandlung, ambulante Therapie in von mir nicht angebotenen Therapieverfahren (Verhaltenstherapie oder systemische Therapie) oder weitere Maßnahmen des Gesundheitssystems.
Danach prüfen wir in bis zu vier probatorischen Sitzungen, ob wir gut zusammen arbeiten können. Es werden diagnostische und anamnestische Daten erhoben. Im Verlauf von Erstgespräch und Probatorik besprechen wir die für Sie am besten passende Behandlungsform (Therapieverfahren, Therapiedauer und -frequenz, Einzel- oder Gruppensetting).
In meiner Praxis behandle ich:
- mit den psychoanalytisch oder tiefenpsychologisch fundierten Verfahren (Informationen dazu finden Sie auf den folgenden Seiten)
- in Form von Kurzzeittherapie (3-8 Monate) und Langzeittherapie (zumeist 3 oder mehr Jahre)
- in einer Frequenz von 1-4 festen Wochenterminen
- im Einzel- oder Gruppensetting
Am Ende dieses Therapieanbahnungsprozesses entscheiden wir gemeinsam über die Aufnahme einer Psychotherapie in meiner Praxis. Dazu wird ein Antrag bei Ihrer Krankenkasse gestellt, erst nach der Bewilligung kann der eigentliche therapeutische Prozess starten.
Psychotherapie
Wörtlich übersetzt bedeutet Psychotherapie "Behandlung der Seele".
Psychotherapie ist also die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge, psychosomatische Erkrankungen, Traumatisierungen oder Persönlichkeitsstörungen. In Deutschland muss eine psychische Krankheit nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD) vorliegen, damit die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Diese Klassifikation wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und enthält alle wissenschaftlich anerkannten körperlichen und psychischen Krankheiten.
Die psychotherapeutische Behandlung solcher Störungen ermöglicht Heilung, Linderung oder Stabilisierung in dem Sinne, dass Entwicklung erleichtert wird, innere Sicherheit und Stabilität gewonnen werden kann, Symptome verstanden und damit überflüssig werden und die Beziehung zu anderen Menschen verbessert wird.
Eine Grundvoraussetzung für die Diagnose einer psychischen Krankheit ist der individuelle Leidensdruck. Ihre persönliche Wahrnehmung spielt also eine wichtige Rolle. Das Ausmaß Ihrer Bereitschaft, sich im vertraulichen Setting einer Psychotherapie einzubringen, hat somit maßgeblichen Einfluss auf den Therapieerfolg. Je größer Ihre Motivation ist, sich mit Ihren Problemen auseinander zu setzen und daran zu arbeiten, desto besser sind Ihre Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie.
Ein Psychologischer Psychotherapeut verwendet keine Medikamente. Er unterstützt den Patienten mit psychologischen Mitteln. Die psychische Erkrankung wird durch eine bewusste Auseinandersetzung mit den Ursachen und der Unterstützung der Erarbeitung neuer Verhaltensweisen überwunden. Falls eine organische Erkrankung mitbehandelt werden muss, oder wenn bei einer psychischen Erkrankung eine Kombination von psychologischer und medikamentöser Therapie notwendig ist, arbeitet der Psychologische Psychotherapeut mit Ärzten zusammen.